Dr. Julian Richter

Geboren 1976. Dr. Richter ist seit 2006 als Rechtsanwalt in unserer Kanzlei im Arbeitsrecht tätig, seit 2009 ist er Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Er berät und vertritt ebenso einzelne Beschäftigte, wie er für Betriebsräte in außergerichtlichen Verhandlungen, Beschlussverfahren und Einigungsstellen tätig ist (Tätigkeitsbeispiele 2015/20162013/2014).

2018 wurde Rechtsanwalt Dr. Richter, wie auch schon in den beiden Vorjahren, in die FOCUS-Liste der empfohlenen „Top-Anwälte“ für Arbeitsrecht aufgenommen (FOCUS SPEZIAL “Ihr Recht 2018”).

Im „Handkommentar Arbeitsrecht“ des Nomos-Verlags, der 2017 in vierter Auflage erschienen ist, kommentiert er den Betriebsübergangs-Tatbestand (§ 613a BGB).

Neben gelegentlichen eigenen Fachveröffentlichungen ist er Redakteur des viermal jährlich erscheinenden „Rundbriefs“ der deutschlandweiten Anwaltskooperation „ArbeitnehmerAnwälte“.

Er ist seit 2005 Mitglied im Deutschen Arbeitsgerichtsverband.

Sein Studium der Rechtswissenschaft und Referendariat absolvierte er in Schleswig-Holstein. Dort war er auch in der Personalvertretung der Rechtsreferendare tätig.

  • Buch: Kommentierung zu § 613a BGB in: Däubler/Hjort/Schubert/Wolmerath, Handkommentar Arbeitsrecht (HK-ArbR), 2017, 4. Aufl. (Mitautor)
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Tatbestandsberichtigung erstinstanzlicher Urteile – gut investierte Zeit?” (Teil 2), Arbeitsrecht Aktuell 2015, S. 470 ff. (zusammen mit Lena Dührsen)
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Tatbestandsberichtigung erstinstanzlicher Urteile – gut investierte Zeit?” (Teil 1), Arbeitsrecht Aktuell 2015, S. 420 ff. (zusammen mit Lena Dührsen)
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Betriebsrat auf Europäisch” (zur Arbeitnehmer-Beteiligung in der SE), AiB 7-8/2015, S. 44 ff. (zusammen mit Sandra B. Carlson)
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Hoppla – und zugestimmt” (zur Beteiligung bei personellen Einzelmaßnahmen, § 99 BetrVG), AiB 9/2014, S. 62 f.
  • Buch: Kommentierung zu § 613a BGB in: Däubler/Hjort/Schubert/Wolmerath, Handkommentar Arbeitsrecht (HK-ArbR), 2013, 3. Aufl. (Mitautor)
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Beste Zeit im Jahr: Urlaub – Worauf Beschäftigte achten müssen”, AiB 4/2013, S. 213 ff.
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Unterrichtung bei personellen Einzelmaßnahmen”, der betriebsrat 4/2011, S. 36 f.
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Der gestörte Urlaub”, AuR, 1/2011, S. 16 ff.
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “LAG Hamm: Abbruch einer Betriebsratswahl nur unter strengen Voraussetzungen – Vermeidung betriebsratsloser Zeit”,
  • Beschlussbesprechung zu LAG Hamm vom 24.03.2010, 10 TaBVGa 7/10, ArbRAktuell 19/2010, S. 485
  • Buch: Kommentierung zu § 613a BGB in: Däubler/Hjort/Schubert/Wolmerath, Handkommentar Arbeitsrecht (HK-ArbR), 2010, 2. Aufl. (Mitautor)
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Schadensersatz wegen Altersdiskriminierung”, Besprechung des Urteils des BAG vom 22.01.2009 (Aktenzeichen 8 AZR 906/07), der betriebsrat 2/2010, S. 37 f.
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Mitbestimmung des Betriebsrats bei Leiharbeit”, ArbRAktuell 10/2009, S. 231 ff.
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Grundschulung langjähriger Betriebsratsmitglieder”, Entscheidungsbesprechung zu LAG Hamburg 13.03.2008, 8 TaBV 14/07, AiB 2009, S. 303 f.
  • Buch: Kommentierung zu § 613a BGB in: Däubler/Hjort/Hummel/Wolmerath, Handkommentar Arbeitsrecht (HK-ArbR), 2008 (Mitautor)
    Fachzeitschriften-Beitrag: Anmerkung zum Urteil des BAG vom 31.01.2008 (8 AZR 27/07) zum Betriebsübergang in der Altersteilzeit, der betriebsrat 12/2008, S. 40 f.
  • Loseblattwerk-Artikel: „Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ (Gleichbehandlung im Arbeitsverhältnis I), Arbeitsrecht-Blattei SD, 161. Aktualisierung Januar 2007 (zusammen mit Jens Peter Hjort)
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Mitbestimmung des Betriebsrats bei individueller Arbeitszeitverlängerung”, AuR 4/2007, S. 120 ff. (zusammen mit Manfred Wulff)
  • Fachzeitschriften-Beitrag: “Private Internetnutzung am Arbeitsplatz”, AiB 4/2006, S. 214 ff. (zusammen mit Manfred Wulff)

Im Jahr 2015 setzte Rechtsanwalt Dr. Richter seine laufende Beratung eines Konzernbetriebsrats auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik fort. Unter anderem wurde über die Einführung eines Ticketsystems in der Personalverwaltung des betroffenen Versicherungskonzerns verhandelt. In einer Einigungsstelle wurde im selben Konzern eine Vereinbarung über die Modalitäten getroffen, mit denen die Arbeitgeber eine Datenbank für Personalcontrolling-Aufgaben nutzen durften. Ein Gesamtbetriebsrat im selben Konzern wurde in einem Konflikt über die datenschutzwidrige doppelte Speicherung von vertraulichen E-Mails vertreten.

Mit dem überörtlichen Betriebsrat eines Kreditinstituts verhandelte Rechtsanwalt Dr. Richter 2015 über die Einführung einer Software, mit der die Bearbeitungsdauer von Geschäftsvorgängen ausgewertet wurde. Weitere Mandate zu EDV-Themen betrafen die Überwachung von PCs durch Fernzugriffssoftware (Betriebsrat), Kassen- und Inventursysteme und ein Personaleinsatzplanungs- und Zeitwirtschafts-System (Workforce-Management) im Einzelhandel (Gesamtbetriebsrat), ein Personalabrechnungsprogramm und ein ERP-System in einem Labordienstleistungskonzern (Betriebsrat) und eine Telefonanlage mit automatischer Anrufverteilung (ACD) und Auswertungsfunktionen (Konzernbetriebsrat eines Kreditinstituts).

Für den Betriebsrat eines gemeinnützigen Vereins war Rechtsanwalt Dr. Richter in einer Einigungsstelle vertreten, die über die Sonderzahlung für einen bestimmten Beschäftigtenkreis verhandelte, den der Arbeitgeber von der Leistung ausschließen wollte.

Über eine Betriebsstilllegung verhandelte er zusammen mit dem Betriebsrat eines Unternehmens der Windkraftbranche; hier wurden in einer Einigungsstelle ein Interessenausgleich und ein Sozialplan erarbeitet. Mit demselben Betriebsrat wurden mehrere Verfahren zur Mitbestimmung in personellen Angelegenheiten (§ 99 BetrVG) geführt.

Ein Verfahren für Entgelterhöhungen (Entlohnungsgrundsätze) bei außertariflich bezahlten Angestellten betraf das Mandat des Gesamtbetriebsrats eines Kältetechnikproduzenten. Der Gesamtbetriebsrat wurde in langen innerbetrieblichen Verhandlungen beraten, bevor sich die Tätigkeit 2016 und 2017 in der Einigungsstelle fortsetzte.

Ebenfalls um Entgeltfragen ging es bei der Beratung eines Gesamtbetriebsrats eines Versicherungsunternehmens zu einer Vereinbarung, die infolge einer weitreichenden Betriebsänderung für eine Beschäftigtengruppe zu treffen war.

Den Betriebsrat eines Praxis- und Laborbedarfslieferanten vertrat Rechtsanwalt Dr. Richter in einem Zustimmungsersetzungsverfahren zur verhaltensbedingten Kündigung eines Betriebsratsmitglieds (§ 103 BetrVG).

Weitere Gerichtsverfahren im kollektiven Arbeitsrecht betrafen Eingruppierungen von Verwaltungspersonal in einen Einzelhandelstarifvertrag.

Ein Betriebsrat wurde zu Beteiligungsrechten im Zusammenhang mit einem Betriebsumzug und einer Umgestaltung von Arbeitsplätzen beraten.

Neben weiteren kollektivrechtlichen Mandaten beriet und vertrat Rechtsanwalt Dr. Richter viele einzelne Beschäftigte, so

  • in Verhandlungen über Aufhebungsverträge in Kündigungsschutzverfahren für Arbeitnehmer und Auszubildende (personen-, verhaltens- und betriebsbedingte Kündigungen, auch in Betriebsübergangsfällen)
  • zu befristeten Arbeitsverträgen
  • zu Abmahnungen
  • zu Versetzungen
  • bezüglich Arbeitsentgelts, auch bei Leiharbeit und Scheinselbstständigkeit, einschließlich Sonderzahlungen
  • bezüglich der Entgeltfortzahlung bei Krankheit
  • zur vertragsgerechten Beschäftigung, auch nach Elternzeitrückkehr
  • in Zeugnisstreitigkeiten
  • u. v. m.

Im Jahr 2016 kamen weitere kollektivrechtliche Mandate zu Themen der Informations- und Kommunikationstechnik hinzu, so zu Programmen auf Arbeitnehmer-Smartphones (Apps) – Versicherungsbranche –, zu Personalverwaltungs- und ERP-Software – in einem Labordienstleistungskonzern –, zu Workload- und Workforce-Management-Systemen – Versicherungsbranche und Einzelhandel – und zu Videoaufzeichnungen – Einzelhandel –.

Weitere neue kollektivrechtliche Mandate betrafen die Betriebsspaltung einer Servicegesellschaft in einem Labordienstleistungskonzern (Verhandlung von Interessenausgleich und Sozialplan), die Arbeitszeit in einem Labordienstleistungsunternehmen, die Beteiligung bei Einstellungen und Schulungsansprüche.

Die Beratung und Vertretung einzelner Beschäftigter änderte sich gegenüber dem Vorjahr kaum; die Mandanten stammten aus unterschiedlichsten Branchen wie Luftfahrt, Handel, Dienstleistung, Immobilien, Metallindustrie und öffentlichem Dienst.

In den Jahren 2013 und 2014 setzte Rechtsanwalt Dr. Richter seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Konzernbetriebsrat eines Versicherungskonzerns fort und begleitete Interessenausgleichs- und Sozialplanverhandlungen zu verschiedenen Umstrukturierungsmaßnahmen. Er war Beisitzer in Einigungsstellen zum Thema „Compliance“ und zu IT-Themen. Laufend berät er die Arbeitsgemeinschaft Informations- und Kommunikationstechnik des Konzernbetriebsrats.

Seit 2013 ist Rechtsanwalt Dr. Richter für den Betriebsrat eines gemeinnützigen Vereins tätig, zunächst in dem innerbetrieblichen Streit um die Errichtung eines Wirtschaftsausschusses. Mehrere Beschlussverfahren und Einigungsstellen, u. a. zur Vergütung, kamen hinzu.

Mit dem Betriebsrat einer Zeitungsdruckerei in Norddeutschland wurden arbeitsgerichtliche Beschlussverfahren wegen Verletzung der Betriebsrats-Mitwirkung in personellen Angelegenheiten geführt. Eines der weiteren Themen war eine betriebliche Videoüberwachung.

Neu kam 2013 die Beratung des Gesamtbetriebsrats einer Ingenieurgesellschaft in den neuen Bundesländern hinzu, die zur SE (Europäischen Aktiengesellschaft) umgewandelt wurde. Zusammen mit dem besonderen Verhandlungsgremium wurde die Beteiligungsvereinbarung nach dem SEBG erarbeitet.

Seit Beginn seiner Tätigkeit in der Kanzlei war Rechtsanwalt Dr. Richter für den Betriebsrat eines Paketdienstes tätig. Im Jahr 2013 wurde hier ein Beschlussverfahren zur Arbeitssicherheit vor dem Hintergrund der Zusammenarbeit mit Fremdunternehmen im selben Betrieb geführt.

Ebenfalls seit mehreren Jahren arbeitet Dr. Richter mit verschiedenen Mitbestimmungsgremien eines Unternehmens des Bekleidungseinzelhandels zusammen. Mit dem Gesamtbetriebsrat wurde ein Beschlussverfahren geführt; mit einem Filialbetriebsrat eine Einigungsstelle zur Gefährdungsbeurteilung absolviert.

Neu kam im Jahr 2013 der Personalrat einer Körperschaft des öffentlichen Rechts in Schleswig-Holstein hinzu, für den tarifvertragliche Fragen bearbeitet, aber auch eine Einigungsstelle nach dem Mitbestimmungsgesetz Schleswig-Holstein begleitet wurde.

Mit dem Betriebsrat eines niedersächsischen Tiermedizin- und Futtermittelproduzenten wurden Fragen zur Umwandlung in eine SE und zur Bildung eines Gemeinschaftsbetriebs bearbeitet, bevor sich aus dem Verkauf des Unternehmens und Betriebsänderungen (Ausgliederung, Rationalisierung) umfangreicher Beratungsbedarf bis hin zu Sozialplanverhandlungen ergab.

Einen ebenfalls bereits in der Vergangenheit, zusammen mit der Gewerkschaft, beratenen Betriebsrat eines schleswig-holsteinischen Bauunternehmens vertrat Rechtsanwalt Dr. Richter in einem Beschlussverfahren um die Kündigung, die einem Betriebsratsmitglied ausgesprochen werden sollte.

Ab dem Jahresende 2013 war Rechtsanwalt Dr. Richter für einen Gesamtbetriebsrat und einen Betriebsrat in einem insolvenzbetroffenen Einzelhandelskonzern tätig und verhandelte mit diesen Gremien den Abschluss von Interessenausgleichen und Sozialplänen einschließlich Vereinbarungen über die Einrichtung von Transfergesellschaften.

Für den Betriebsrat eines Fahrzeugleasingunternehmens war Rechtsanwalt Dr. Richter in mehreren Beschlussverfahren tätig, u. a. in einem Eilverfahren zur Sicherung ausreichender Räume für die Betriebsratsarbeit.

Aufgrund der BR-Wahlen im Frühjahr 2014 waren in verschiedenen Unternehmen Gremien-Konstituierungen auf Betriebs- und Unternehmensebene mit rechtlicher Beratung zu begleiten.

Mit dem überörtlichen Betriebsrat eines Kreditinstituts verhandelte Dr. Richter Regelungen zur Einführung einer Arbeitsstatistik- und Planungssoftware.

Gleichermaßen war Rechtsanwalt Dr. Richter 2013/2014 für einzelne Beschäftigte tätig. Neben zahlreichen Kündigungsschutzangelegenheiten – u. a. mit der Sonderkonstellation eines ruhenden Beamtenverhältnisses und nach Betriebsübergang – lag ein Schwerpunkt auf Vergütungsrechtsstreitigkeiten, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung. Weitere Fälle betrafen u. a. den Streit um Beschäftigungsmodalitäten bis hin zu unerwünschter Versetzung, Abmahnungen, dienstliche Beurteilungen, unterbliebene Beförderungen, befristete Arbeitsbedingungen und Arbeitszeugnisse.